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Kulturvermittlung – Kulturgeschichte Vorarlberg

"Kunst- und Kulturvermittlung übersetzt, initiiert Gespräche und Diskussionen, bietet kooperative Lernprozesse, und begleitet im Lebenslangen Lernen. Eine Vielfalt von Formaten und Methoden bietet Erfahrungsräume für unterschiedliche Besucher/innengruppen. Inklusive und niederschwellige Ansätze ermöglichen Partizipation. Kulturvermittlung ist aktiv gelebte Praxis." (Quelle: Museumsbund Österreich, Ausschreibung einer Projektförderung, 11/2020)

 

Unter Kulturvermittlung fasse ich an dieser Stelle vor allem meine Workshops spielerischer, pädagogischer, künstlerischer und kommunikativer Art zusammen, die im Ideal möglichst interaktiv und partizipativ sowohl Vorarlberger Geschichte, Brauchtum und Kultur näher bringen, erläutern und verständlich machen sollen.

 

Seit 2014 arbeite ich in diesem Segment im Team der Kulturvermittlung des vorarlberg museum in Bregenz. Dadurch führe ich im Haus Workshops zu längerfristig bestehenden Ausstellungen, wie auch zu ausgewählten Sonderausstellungen durch. Ergänzend zu den gezielt im Haus zu den jeweiligen Ausstellungen konzipierten Workshops kann ich auch von mir selbst konzipierte Workshops mit kleinen Besonderheiten anbieten, die ebenso über die Kulturvermittlung des  vorarlberg museum gebucht werden können. Mit dem  vorarlberg museum habe ich einen starken Partner, dessen Leitbild sehr gut zu meiner eigenen Wertehaltung passt. Und mit dem Vorarlberger Landesmuseumsverein  nunmehr auch eine Möglichkeit,  als Gründungsmitglied des Ausschusses "Kulturvermittlung Vierländerregion Bodensee" die Kulturvermittlung in der Region mitzugestalten.

 

Unabhängig davon arbeite ich aktuell an drei experimentellen Vermittlungskonzepten:

 

define: Vorarlberger (Aspekte einer europäischen Marke)

Mit einer methodisch-didaktischen Adaptierung des Vermittlungskonzeptes der Ausstellung „vorarlberg. ein making-of“ lassen sich zahlreiche Aspekte der Geschichte und Gegenwart von historischen oder politischen Gebieten – wie in meinem Beispiel Vorarlberg – bei längeren Spaziergängen… oder auch kleineren/größeren Wanderungen in der Kulturlandschaft des Alpenraumes mit regionsspezifischen Schwerpunkten und Besonderheiten einprägsam skizzieren und diskutieren.

 

Auf Patrouille mit Fredegastes, einem germanisch-römischen Grenzsoldaten des 4. Jh.

Mit einer Adaptierung des Vermittlungskonzeptes Fredegastes – Grenzsoldat in Brigantium lassen sich zahlreiche Aspekte der römischen Provinzialgeschichte bei einer mehrstündigen Wanderungen mit spezifischen Schwerpunkten (z.B.: „Das Imperium Romanum der Spätantike in der Provinz" oder „Vorarlberg als Teil der Provinciae Reatiae… ein traditionelles Immigrationsland?“) erarbeiten.

 

Alpsegen – altes Schutzritual in den Alpen

Der Alpsegen – christliches (vorchristliches?) Lob und Bitte. Schutzritual gegen alles Schädliche. Könnte für die Gemeinschaft in historisch gewachsenen Varianten einem Sicherheitsnetz gleich über ganze Talschaften gezogen worden sein. Unterschwellig mag

durchaus die Botschaft mitgeschwungen haben: „hier ist alles OK“. Doch, wie könnte das einst geklungen haben – wenn die Betrufe der Alp-Senner:innen rundum erklingen? In frommer Andacht, als marianische Leben-Jesu-Meditation… zelebriert demgemäß ähnlich eines Rosenkranzes? In all den tradierten Unterschieden ebenso wie im Gleichklang? Eine experimentell-konzertante (replizierte wie auch originalgetreue) Interpretation eines christlichen Rituals, im Verbund (oder in Konkurrenz?) mit vorchristlichen Zauberformeln.

 

 

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