Alamannen und Vorarlberg

Asinios Quadratus: "Alama noí" = "zusammengespülte, vermengte Menschen" oder auch "Ala"= "ganz" und "manni" = "Mannen"; "Menschen insgesamt bzw. irgendwelcher Art" (ms) Die in Vorarlberg durch Beigaben datierbaren alamannischen Bestattungen setzen ab der zweiten Hälfte des 6. Jh. im Rheintal ein. Das passt zu den Überlieferungen: ein alamannischer Landausbau dürfte erst nach dem Fall der ostgotischen Herrschaft 531 - 539 möglich gewesen sein. So wurde die "Raetia prima" unmittelbares Einflussgebiet der Franken und die unterworfenen Alamannen konnten leichter nach Süden in das Rheintal und in die heutige Ostschweiz einsickern. Doch die Besiedlung ging langsam vor sich. Die Vita S. Galli lässt noch für den Beginn des 7. Jh. eine Mischzone christlicher Romanen und teils noch heidnischer Alamannen erkennen; die Kartierung alamannischer und romanischer Fundstätten und Fundstücke weist auch noch lange zwei Besiedlungsbereiche aus: eine alamannische im Bodenseeraum bis ins Rheintal und eine romanische im Walgau zwischen Rankweil und Bludenz. Nur strategische Stützpunkte der Alamannen entstanden dort schon am Ende des 6. Jh. Auf Anhöhen. Zum Schutz. Das war vor fast 1.500 Jahren...


Wissensvermittlung durch Annäherung

Es sind die Jahre 580 - 610 nach Christi Geburt. In der mystischen Siedlung "Rhî-Ems" lässt es sich gut und sicher leben. Die noch vor wenigen Generationen im nördlichen Gebiet des heutigen Vorarlberg gestrandeten Germanen – heute bekannt unter der Bezeichnung "Alamannen" – haben (obwohl sie es selbst noch nicht wissen) bis heute ihre Heimat gefunden. Die "Alamannia" ist dabei ein wichtiger Bestandteil des großen Frankenreiches geworden und auch steht die Christianisierung der Alamannen unmittelbar bevor. Das ist der Ausgangspunkt einer spannend und vielfältig umsetzbaren Reise in die Vergangenheit.

 

Mittels Living-History-"Inszenierungen" oder erlebnisorientieren "Entdeckungsreisen" (Details hierzu unter "Living History") – behandeln wir Fragen wie z. B.: "Wie lebten die Alamannen? Wovon haben sie sich ernährt, wie gekleidet? Was hatten Sie für eine Kultur, was für ein Brauchtum – waren alle Männer Krieger? Was war überhaupt ein Krieger?" Wir lernen Gegenstände des täglichen Lebens genauso kennen, wie die die Kleidung oder auch die wichtigsten Waffen eines Alamannen-Kriegers. Ausserdem erfahren wir, wie die Alamannen ein Volk geworden sind (ja, genau!), woher sie ursprünglich kamen, wann und wieso sie in Vorarlberg gesiedelt haben...  wie das denn nun genau mit der Christianisierung war. Ach ja: und natürlich auch, wieso ich sie "Alamannen" nenne und nicht "Alemannen" (wie es immer in der Zeitung steht).


Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt damit in einer möglichst spielerischen und authentischen Vermittlung von dem uns bekannten Wissen über das Leben und die Kultur der Alamannen des frühen Mittelalters und etwas Gespür für damalige Zeit – in welchem internationalen Kontext sie lebten. Dazu bediene ich mich in Museen und Schulen gerne der experimentellen Darstellung eines fiktiven Kriegers namens  "Notker von den Burkharden".

Ich zeige, wie er hätte gelebt haben können: als Sippenoberhaupt; in stetem Kontakt mit Franken, Bajuwaren und Langobarden; Krieger und gleichzeitig zuständig für jene Riten, welche nicht im engsten Familienverband (von den Frauen des Hauses) durchgeführt wurden... Stichwort "Frauen": Was war eigentlich die Rolle der Frau bei den Germanen?


Abgesehen von dem über die Alamannen so sehr einfach vermittelbaren Wissen, lassen sich je nach Erfordernissen/Wünschen sehr individuelle Programme zu allen Themenbereichen planen und durchführen. Ob nun zu "Bewegung und Sport", "Soziales Lernen", ...

 

Mögliche Arbeitsfelder

  • Geschichte der Alamannen (Herkunft, Entwicklung, Gegenwart)
  • Alltag bei den Alamannen (Ernährung, Kleidung, Ausrüstung,...)
  • Kriegertum (Bedeutung, Handwerk, Bewaffnung)
  • Religion und Riten (Entwicklung, Ausübung)
  • traditionelles Handwerk
  • Musik und Tanz

Für größere Outdoor-Veranstaltungen verfüge ich über ein kleines Zeltlager... und bei Bedarf kann ich aus meinem Netzwerk  hochwertiger museal arbeitenden Frühmittelalter-Gruppen (Alamannen, Bajuwaren, Franken, Römer), weibliche wie männliche "Verstärkung" anfordern.


Mein Alamannen-Angebot eignet sich u. a. für:

  • Sachunterrichts-/Geschichte-/Freizeiteinheiten
  • Wandertage
  • Workshops (im Bereich einzelner oder Kombination mehrerer Arbeitsfelder)
  • Ein-/mehrtägige Veranstaltungen (z.B. Zeltlager)
  • Projekttage
  • Programm bei Landschultagen/-woche
  • Schwertkampf-Trainingsprogramm für nahezu alle Altersstufen
  • ...

 

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