Mein Fokus

Mein lösungsorientiertes, freizeitpädagogische Angebot umfasst die individuelle Begleitung bzw. Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Einzel- und Gruppen-Setting (z. B. Schulklassen). Zielsetzung meiner pädagogischen Arbeit ist es vor allem Bedingungen zu schaffen, die es dem Einzelnen ermöglicht, seine Neigungen zu erkennen, individuelle Fähigkeiten zu entfalten und seine Gesamtpersönlichkeit zu entwickeln, um die späteren Anforderungen in Alltag und Beruf eigenverantwortlich meistern zu können...  dabei aber genauso ein möglichst qualitätsvolles, aktives, soziales und naturnahes Leben zu führen.

Schematischer Überblick meiner Arbeit: i tuas ennaweag ...

Ein Großteil aller meiner freizeitpädagogischen Aktivitäten basiert auf "Bewegung & Sport" – bedarfsbezogen ergänzt und kombiniert mit unterschiedlichsten Themenbereiche wie etwa "Soziales Lernen", "Natur & Umwelt", "Abenteuer & Erlebnisse", "Kunst & Kultur" oder auch dem "kritischen Medieneinsatz".

 

Ich schätze die Charakteristika der Jugendarbeit:

  • Freiwilligkeit der Teilnahme
  • Keine Leistungskontrolle
  • Geringes Machtgefälle zwischen Leiter und Teilnehmer
  • Flexibilität, Offenheit
  • Bedürfnisorientierung
  • Erfahrungsorientiertes Lernen



Wo immer es möglich ist arbeite ich im Freien: im Wald, auf der Wiese, am Bach oder auf dem Berg... Dadurch sollen nicht nur eingefahrene Rückzugsstrategien durchkreuzt bzw. die innerpsychische Balance gefördert werden (Spannungsabbau, besserer Umgang mit Frustration und Wut). Genauso geht es um die Einbindung potentiell naturfremder Menschen bzw. eine bessere Verankerung naturnaher Menschen in unserer "Mutter Erde" – für eine höhere Lebensqualität aller.

Schlüsselkompetenzen – für ein erfolgreiches Leben

Eine Kompetenz ist weit mehr als nur Wissen und kognitive Fähigkeit. Und da wir Menschen heute in den verschiedensten Settings und Lebenslagen sehr komplexe Anforderungen bewältigen können müssen, benötigen wir viele davon. Die OECD hat mit Hilfe von Experten die in ihren Augen für die Zukunft wohl wichtigsten bestimmt. Sie sollen in unterschiedlichen Kontexten in verschiedenen Kombinationen einsetzbar sein und zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • sie tragen zu wertvollen Ergebnissen für die Gesellschaft und die Menschen bei
  • sie helfen den Menschen dabei, wichtige Anforderungen unter verchiedenen Rahmenbedingungen zu erfüllen und
  • sie sind nicht nur für die Spezialisten, sondern für uns alle wichtig.

Zentrales Element ist dabei "reflexives Denken und Handeln", was nicht nur eine hohe intellektuelle und moralische Reife (Werte, Haltung,... ) bedingt, sondern auch Anpassungsfähigkeit, Kreativität, Innovationsfähigkeit, Selbstverantwortung, etc.

 

Die Schlüsselkompetenzen der OECD (Quelle: www.oecd.org, 01.10.2014)

  • Interaktive Anwendung von Medien und Mitteln (Tools)
    • Fähigkeit zur interaktiven Anwendung von Sprache, Symbolen und Text
    • Fähigkeit zur interaktiven Nutzung von Wissen und Informationen
    • Fähigkeit zur interaktiven Anwendung von Technologien
  • Interagieren in heterogenen Gruppen
    • Fähigkeit, gute und tragfähige Beziehungen zu anderen Menschen zu unterhalten
    • Kooperationsfähigkeit
    • Fähigkeit zur Bewältigung und Lösung von Konflikten
  • Eigenständiges Handeln
    • Fähigkeit zum Handeln im größeren Kontext
    • Fähigkeit, Lebenspläne und persönliche Projekte zu gestalten und zu realisieren
    • Fähigkeit zur Wahrnehmung von Rechten, Interessen, Grenzen und Bedürfnissen

Freizeit ist nicht zuletzt auch ein Menschenrecht

Freizeit ist ein sichtbares Merkmal von Lebensqualität und Wohlstand, ein Maßstab für Selbstbestimmung – und damit ein wichtiges Bildungsthema für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es geht um Grundlegende menschliche Bedürfnisse. Dabei nicht zuletzt um eine nachhaltige "Work-Life-Balance"…  

 

Freizeit ist (Quelle: Opaschowski, 1976)
  • Erholung, Müßiggang und gutes Körpergefühl durch Bewegung und Sport (Rekreation)
  • Ausgleich, Ablenkung, Unterhaltung und Vergnügen (Kompensation)
  • Kennen-/Weiter-/Umlernen auf sachlichen und sozialen Handlungsebenen (Edukation)
  • Selbsterfahrung, -besinnung bzw. -findung (Kontemplation)
  • Mitteilung, soziale Kontakte, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben (Kommunikation)
  • Eingliederung in die Gemeinschaft und soziale Stabilität (Integration)
  • Beteiligung, Mitbestimmung und Engagement (Partizipation)
  • Kreative Entfaltung, Teilnahme am kulturellen Leben (Enkulturation)

Freizeitpädagogik

Die Freizeitpädagogik (FP) umfasst die pädagogische Arbeit in und über die Freizeit. Dabei befasst sie sich mit dem ganzen Lebens-, Lern- und Erfahrungsfeld eines Menschen. So können mit Hilfe der FP u. a. soziale, kulturelle, kreative und kommunikative Handlungskompetenzen erlernt und in andere Lebensbereiche transferiert werden (z.B. Schule, Familie oder Beruf). Lange Zeit galt sie als Teilbereich der Sozialpädagogik. Aufgrund der Komplexität beider Aufgabenbereiche hat sie sich mittlerweile verselbständigt und kann als eigene pädagogische Disziplin angesehen werden.


"Die Zielgruppe der Freizeitpädagogik ist altersmäßig uneinheitlich. Sie erstreckt sich von schulpflichtigen Kindern bis hin zu Menschen, die das Arbeitsleben hinter sich gelassen haben. (...) Dementsprechend ist das methodische Rüstzeug der Freizeitpädagogik sehr vielschichtig. Sie macht dabei auch Anleihen bei den Methoden der Erlebnispädagogik, der Spielpädagogik oder auch der Medienpädagogik. (...) Ein schärferes Profil gewinnt die Freizeitpädagogik durch ihre Didaktik. Hier steht Freizeit in ihrer Bedeutung für den ganzen Menschen im Vordergrund. (...) Die Balance zwischen den Bedürfnissen der Unterhaltung und Erholung vom Arbeitsalltag einerseits und dem Erwerb menschlich und (zunehmend) beruflich förderlicher Kompetenzen steht im Mittelpunkt der aktuellen didaktischen Diskussion. Zunehmend rückt auch die Realität einer langfristigen Beschäftigungslosigkeit und somit das Fehlen des notwendigen Gegenpols zur Freizeit in das Blickfeld." (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Freizeitpädagogik, 03.10.2014)

Erlebnispädagogik

Eine von vielen Definitions-Versuchen: "Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und will durch exemplarische Lernprozesse, in denen junge Menschen vor physische, psychische und soziale Herausforderungen gestellt werden, diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern und sie dazu befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten." (Quelle: Erleben und Lernen, Bernd Heckmair und Werner Michl, 2002, S. 90)

 

Mag der Ursprung der Erlebnispädagogik weit in die Vergangenheit zurückreichen, war sie allerdings noch nie so präsent wie heute. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass immer mehr Kinder in eher naturarmen Lebensräumen aufwachsen oder ihre Eltern sie manchmal allzu sehr behüten. Viele Abenteuer erleben sie deshalb nicht mehr aktiv selbst, sondern in erster Linie passiv vor Fernseher, Spielekonsole oder Computer. Auf der Strecke bleiben dann viel Persönlichkeitsentwicklung und folglich die Lebenslust.


Im Vordergrund der Erlebnispädagogik stehen möglichst reale Gruppenaufgaben (vorzugsweise in der freien und nicht immer berechenbaren Natur) mit Aufforderungscharakter. Körper, Seele und Geist sollen in den Entwicklungs- und Bildungsprozess einbezogen werden. Ein gewisser Zugzwang führt zu Verhaltensänderungen, zu einem Lernprozess und in Folge auch einer erweiterten Handlungskompetenz. Die Gruppe wird zwar einerseits zu einem persönlichen Experimentierfeld – fordert gleichzeitig aber genauso die soziale Interaktion. Und durch die Gelegenheit, im Anschluss das eigene Agieren gemeinsam besprechen zu dürfen (Reflektion), können Verbindungen zwischen Erlebnis und Alltag hergestellt werden.

Inklusive statt integrativer Bildung

Wir Menschen sind besonders – alle! Auch für uns gilt das Prinzip der Vielfalt. Deshalb sollte auch allen die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben. Alle sollten wir unsere Potenziale bzw. Talente voll entwickeln und unser kreatives Potential (einschließlich der Verantwortung für unser Leben und Erreichen unserer persönlichen Ziele) voll ausschöpfen können... unabhängig von unserem Lernbedürfnis, Geschlecht, sozialen und finanziellen, körperlichen und geistigen Voraussetzungen. Inklusion geht über Integration hinaus: vom Nebeneinander zum Miteinander.

Diversität

Wir Menschen sind vielfältig: Wir sind weiblich und männlich, wir sind mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderung usw. Bei aller Vielfalt der Voraussetzungen geht es darum, dem Einzelnen die bestmögliche Bildung mitzugeben und Modelle des Zusammenlebens zu entwickeln, wie sie für eine vielfältige, demokratische Gesellschaft nötig sind. Unterschiede werden dabei nicht als Defizit oder Bedrohung, sondern als Bereicherung wahrgenommen. (Quelle: Prengel 2006)

Heterogenität

Wir Menschen sind während unseres gesamten Lebens von Bindungen zu anderen Menschen abhängig. Die Bildung von sozialem Kapital ist für uns umso wichtiger, da traditionelle soziale Bindungen in der Gegenwart spürbar schwächer werden und neue nur von denjenigen geschaffen werden können, die in der Lage sind, starke Netzwerke zu bilden. Viele Anforderungen und Ziele im Beruflichen wie im Privaten können nicht von einzelnen erreicht werden, sondern bedingen die Bildung von Gruppen oder Teams. Heterogenität ist vor allem dann gefordert wenn es darum geht, gemeinsam mit anderen zu lernen, zu leben und zu arbeiten. Es geht um Begriffe wie "Sozialkompetenz", "soziale Fähigkeiten", "interkulturelle Kompetenz", "Soft Skills"...

Partizipation

Wir Menschen möchten nicht fremdbestimmt sein. Wir möchten vielmehr mitbestimmen – teilhaben! Das ist nicht zuletzt eine Frage der empfundenen Wertigkeit unserer Person gegenüber, der Wertschätzung durch andere. So definiert sich unser aller Rolle im Leben. Ziel der Partizipation ist es gemeinhin, an der Lösung einer Aufgabe / eines Projektes (etc.) mehr oder weniger aktiv mitzuarbeiten, sie mehr oder weniger bestimmend mitzugestalten oder sie zumindest mitzutragen. Das bedingt natürlich, vorab schon einmal den notwendigen Rahmen zu definieren – formell und inhaltlich. Und das oft auch noch in einer recht heterogenen Gruppe. Aus pädagogischer Sicht bergen sich hier unglaublich viele, nachhaltig wirkende geistige und soziale Entwicklungspotentiale... und das garantiert auch noch in der Erwachsenenbildung!